AUFBAHRUNG SIHLFELD, ZÜRICH
| Planung | 2002 - 2004 |
| Baubeginn | 2004 |
| Einweihung | 2005 |
| Bausumme HLK | CHF 0.2 Mio. |
| Architekten | Bosshard Vaquer, Zürich |
| Bauherr | Amt für Hochbauten der Stadt Zürich |
Quelle: Amt für Hochbauten der Stadt Zürich
Die Aufbahrungshalle entstand 1917 im Zusammenhang mit der Erweiterung des Friedhofs Sihlfeld. In funktionaler Hinsicht war die Aufbahrungshalle für ihre Zeit ein bemerkenswerter Bau, der das Ziel verfolgte, die öffentliche Aufbahrung zu einem würdigen Ort zu machen: Die mit indirekter Oberlichtbeleuchtung versehenen Aufbahrungsräume liegen, klimatisch geschützt, im Innern der Anlage. Die Besucherbereiche sind vom Dienstbereich streng getrennt.
Der Eingriff orientiert sich an der originalen Gebäudestruktur und Ausstattung von 1917, variiert sie und entwickelt sie in neu gefundenen Ausstattungselementen weiter. Von den sieben kleinen Aufbahrungsräumen wurde einer originalgetreu restauriert, die anderen sechs durch Entfernen der Trennwand paarweise zusammengelegt. Das von oben einfallende Tageslicht wird durch ein neu eingezogenes Dreiecksegel im Obergaden und durch Tageslicht-Leuchten unterstützt. Die Versorgung der Räume mit gekühlter Luft wird heute als unangenehm empfunden. An ihre Stelle tritt die direkte Kühlung der Katafalke.
Ein wesentlicher Teil des Umbaubudgets wurde in die neue Logistik des Gebäudes investiert. Der südliche Zugang zur Anlage, seit jeher als Diensteingang konzipiert, mündet neu in einen Vorbereich. Eine Hebebühne erschliesst einen unterirdischen Raum, der Verstorbene aufnehmen wird. Dieser wird mit Luft gekühlt, die darin einen Kaltluftsee bildet. Die Neuorganisation der Zugänge und die konsequent rollstuhlgängige Erschliessung komplettieren die Erneuerung.