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SWISS RE GERMANY, MÜNCHEN

Das neue Haus Swiss Re in München.

Planung 1998 - 2000
Baubeginn 1999
Einweihung 2001
Bausumme HLK CHF 16 Mio.
Bausumme Koordination CHF 25 Mio.
Architekten Bothe Richter Teherani, Hamburg
Bauherr Swiss Re Germany

Textquelle: Standort, Broschüre Swiss Re

Das Lüftungssystem, das im Neubau von Swiss Re zum Einsatz kommt, hat mit der guten alten Klimaanlage früherer Zeiten herzlich wenig gemeinsam.

Die neue Anlage schafft mit sanfteren Luftströmen und höherer Luftqualität ein unvergleichlich besseres und gesünderes Raumklima. Es gibt keine Zugerscheinungen mehr, kein Rauschen, keine "Kaltluftdusche" und vor allem: Es wird keine wieder aufbereitete Luft verteilt, sondern stets frische Aussenluft. Die Aussenluft wird im 4. Obergeschoss angesaugt, gefiltert, über Wärmetauscher mit der Abluft vorgewärmt je nach Bedarf befeuchtet oder gekühlt und dann über Luftkanäle den einzelnen Räumen zugeführt. Dort strömt sie über fensternahe Öffnungen im Boden sanft in den Raum. Quelllüftung nennt man das. Dabei fliesst die Luft langsam in den Raum. Sie bleibt zunächst am Boden liegen wie ein See aus frischer Luft, erwärmt sich, steigt hoch und wird unter der Decke wieder abgesaugt, gefiltert, zur Wärmerückgewinnungsanlage geleitet und senkrecht über das Dach wieder ausgeblasen. Die Luft wird also nur zum Lüften und nicht zum Heizen oder Kühlen eingesetzt.

Heizung und Kühlung werden über so genannte thermoaktive Bauteile gewährleistet: In drei Geschossdecken der Büro-Units sind Kunststoffrohre eingelegt, die von 20 bis 25 Grad warmem Wasser durchströmt werden. Das System arbeitet mit dem Speichervermögen der Betonbauteile. Ähnlich wie bei einer Fussbodenheizung werden die Betonflächen vom Wasser im Winter erwärmt und im Sommer gekühlt. Die Decken bilden so mit ihrer gesamten Oberfläche ideale Strahlungskörper. Wichtig ist: Heizung und Kühlung sowie vorher beschriebene Lüftung sind voneinander unabhängig getrennte Systeme.