Sidi-Areal Winterthur

Planung2004 - 2005
Realisierung2006 - 2009
Bausumme HLKCHF 4 Mio.
BausummeCHF 55 Mio.
Anzahl Wohnungen157
Bürofläche1'400 m2
Ladenfläche1'200 m2
Geschossfläche GF SIA 41629'000 m2
Gebäudevolumen SIA 116102'000 m3
ArchitektenA.D.P. Walter Ramseier
BauherrBVK Stadt Zürich


Heizung
Die Wärmeerzeugung geschieht mittels Übergabestation an die Fernwärmeversorgung. Jedes Haus verfügt über eine Unterstation mit den Heizgruppen: Flächenheizung, Lüftung und Brauchwarmwasser. Die Flächenheizung wird im so genannten Dreileitersystem aufgebaut. Dies bedeutet, es stehen für die Wärmeverteilung zwei Heizungsvorläufe mit verschiedenen Temperaturen und ein gemeinsamer Heizungsrücklauf zur Verfügung. Die Wärmeverteilung geschieht über eine Tieftemperatur-Flächenheizung. Im Unterlagsboden und im Dach werden engmaschige Rohrregister mit einem Rohrabstand von 15 cm verlegt. Sie aktivieren die Masse der Unterlagsböden und des Daches und nützen diese als Energiespeicher. Durch den Einsatz einer derartigen Tieftemperatur-Flächenheizung kann auf kosten- und wartungsintensive Wohnungswärmezähler und Einzelraumregulierungen verzichtet werden.

 

Kontrollierte Wohnungslüftung
Die Grundstruktur der Wohnungslüftungsanlagen beruht auf teilzentralen Aussenluftgeräten mit den entsprechenden teilzentralen Fortluftgeräten. Eine wichtige Komponente des Lüftungskonzeptes ist die feingliedrige Struktur der Zuluft- und Abluftrohrnetze. Durch Vermeidung von Zusammenschlüssen verschiedener Wohnungen kann auf Brandschutzklappen verzichtet werden. Die feingliedrige Kanalstruktur verhindert zudem Schallemissionen von einer zur anderen Wohnung und ermöglicht es, Schalldämpfer für jede einzelne Wohnung einzusetzen.

Die Lufteinführung geschieht bodennah im Verdrängungsprinzip in der Leibung der Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer. Dies garantiert eine zugfreie und effiziente Lüftung der Räume. Die Abluft wird an der Decke der Nasszellen und wenn vorhanden in den gefangenen Räumen abgesaugt.