Swiss Re Rüschlikon

Ausbildungs- und Gästezentrum mit dem Umbau einer geschützten Villa und dem Neubau eines Konferenzzentrums mit Luxushotellerie

Planung1996 - 2000
Baubeginn1997
Einweihung2000
Bausumme HLKCHF 5.7 Mio.
Bausumme KoordinationCHF 19.7 Mio.
ArchitektenMeili + Peter, Zürich
BauherrSwiss Re, Zürich


Das Besondere an dieser Planungsaufgabe lag einerseits in der Herausforderung, die Komfortansprüche für diesen Ort internationaler Begegnungen und die hohen Ansprüche des Swiss Re eigenen Energieleitbildes unter einen Hut zu bringen. Andererseits war der Aufwand für die HLK-Planung und vor allem für die Gesamtkoordination bei den sehr hohen Qualitätsansprüchen, die die Architekten an sich und ihre Partner stellten, beispiellos.

Das Kernstück des Energiekonzeptes für die HLK-Anlagen ist die Erdkopplung, die mit 50 Erdsonden auf 100 m Tiefe eine Speichermasse von ca. 50'000 m3 Erdreich aktiviert. Im Winter wird damit die Luftaufbereitung mit bis zu 160 kW Leistung und mit ca. 400 MWh/a Wärmegewinn unterstützt. Im Sommer trägt die abgekühlte Erdreichmasse mit bis zu 135 kW Leistung und ca. 110 MWh/a Kühlarbeit dazu bei, dass neben der kleiner dimensionierten Infrastruktur auch fossile und elektrische Energiebezüge gespart werden.

Heizung und Kühlung von Konferenzräumen, Restauration, Hotelzimmern und Suiten erfolgen durch die integrierte Bauteilaktivierung. Die Pufferwirkung dieses Systems glättet den Heiz- und Kühlbedarf und verschiebt den Kältemaschineneinsatz in die Nachtstunden hinein. Deshalb kann die entsprechende Infrastruktur nahezu halbiert werden. Bei der Lüftung wird ein vier- bis fünffacher Luftwechsel mit kalter Klimaluft eingespart. Der verbleibende ein- bis zweifache Luftwechsel dient einzig und allein der Frischluftversorgung.

Eigendynamisch selbstregulierende Flächenheizungen und Flächenkühlungen sind zusammen mit den mechanischen Grundlüftungen und den guten Isolationswerten der Gebäudehüllen die Grundpfeiler der Sanften Klimatechnik mit optimaler Nutzerakzeptanz.